Unternehmensgeschichte

Unternehmensgeschichte Daiichi Sankyo
Werk in Shinagawa, Japan im Jahre 1909

Die Wurzeln von Daiichi Sankyo reichen zurück bis ins Jahr 1899, als Sankyo, eines der Vorgängerunternehmen, in Tokio gegründet wurde. Zu dieser Zeit wurde mit der industriellen Produktion von Pharmazeutika begonnen. Daher gilt Daiichi Sankyo als einer der Pioniere auf dem Gebiet der industriellen, F&E-orientierten pharmazeutischen Entwicklung. Zunächst konzentrierte Sankyo sich darauf, eine starke Präsenz auf dem heimischen japanischen Markt zu erreichen. In den Jahren zwischen 1905 und 1915 wurden drei Produktionsstätten in Japan eröffnet und zwar in Hakozaki, Shinagawa und Osaka. 1915 wurde auch Daiichi, das zweite Vorgängerunternehmen, gegründet, das sich ebenfalls zunächst vor allem auf den japanischen Markt fokussierte. Da Arzneimittelimporte nach Japan während des 1. und 2. Weltkriegs nur sehr eingeschränkt möglich waren, lag der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeiten bei beiden Unternehmen in der Belieferung des Inlandsmarktes. Im Jahre 1949 wurden sowohl Sankyo als auch Daiichi an der Börse in Tokio notiert. 

Globales Wachstum

Die Internationalisierung beider Unternehmen begann in den 60er Jahren. So eröffnete Sankyo beispielsweise 1961 in New York (USA) und 1963 in Basel (Schweiz) Niederlassungen. Dennoch konzentrierten sich die Geschäftstätigkeiten von Daiichi und Sankyo auch weiterhin vorwiegend auf den heimischen japanischen Markt. Neu entwickelte Arzneimittel wurden zur Vermarktung außerhalb Japans oft an europäische oder amerikanische Pharmaunternehmen lizenziert. Deshalb ist die bedeutende Rolle der Forscher von Daiichi und Sankyo in der globalen Gesundheitsversorgung in Europa noch vielen unbekannt.

 

Seit den 80er Jahren haben sowohl Daiichi als auch Sankyo ihre globale Präsenz weiter ausgebaut. So wurden beispielsweise Niederlassungen in Deutschland und Korea eröffnet und auch die Geschäftstätigkeiten in den USA wurden intensiviert. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, klinische Tests in Übersee durchzuführen, was eine Voraussetzung für die Zulassung neu entwickelter Arzneimittel ist.

Der Schritt nach Europa

Einer der ersten bedeutenden Schritte des Globalisierungsprozesses war der Erwerb des deutschen Unternehmens „Luitpold-Werk“ durch Sankyo im Jahre 1990. Da dieser mittelständische Pharmahersteller bereits über Niederlassungen in Europa und in anderen Regionen der Welt verfügte, wurde die globale Positionierung von Sankyo durch diese Übernahme entscheidend verbessert. 

Die Fusion von Daiichi und Sankyo

Um die zunehmenden Herausforderungen an global agierende Pharmakonzerne zu meistern, fusionierten 2005 die zwei traditionsreichen Unternehmen Daiichi und Sankyo. Dieser Schritt hat die individuellen Erfahrungen und Stärken zweier bedeutender japanischer Unternehmen zusammengeführt, wobei jedes für sich auf zahlreiche globale Forschungshighlights zurückblicken kann. Durch diese Fusion wurde Daiichi Sankyo zu einem der größten Pharmaunternehmen Japans. Weltweit gehört Daiichi Sankyo zu den 20 führenden Pharmakonzernen. Der Zusammenschluss versetzte Daiichi Sankyo auch in die Lage, in Europa weiter zu expandieren. So wurden beispielsweise im Jahre 2008 neue Niederlassungen in der Türkei und in Irland eröffnet. Zudem stieg die Zahl der Außendienstmitarbeiter in mehreren europäischen Ländern stark an. In Deutschland wuchs die Belegschaft 2008 und 2009 um rund 50 Prozent.