Internationalisierung

Betriebsgebäude der Sankyo Pharma GmbH
Betriebsgebäude der Sankyo Pharma GmbH in München, Deutschland

In den 50er und 60er Jahren bezog das Luitpold-Werk neue Büroräume in München und neue Produktionsstätten in Pfaffenhofen. Ab 1962 baute das Unternehmen zudem seine internationale Präsenz aus und gründete Niederlassungen in Brasilien, Spanien, der Schweiz und Italien. Darüber hinaus wurde im französischen Altkirch eine zweite Produktionsstätte errichtet. Als eine der modernsten Anlagen im Elsass, erhielt das Werk zahlreiche Auszeichnungen für seine hohen Umweltstandards. 

Zwischen 1981 und 1986 gründete Luitpold außerdem Tochtergesellschaften in den USA sowie in Portugal und Großbritannien. Obwohl bis dahin weiterhin unter der Führung der Gründungsfamilie, stand letztendlich kein Nachfolger zur Übernahme des Familienunternehmens zur Verfügung. Daher entschieden sich die beiden Söhne des Gründers 1990 dazu, das Unternehmen an den japanischen Pharmahersteller Sankyo zu verkaufen. Für Sankyo waren vor allem das starke Vertriebsnetz von Luitpold und das lokale Know-how auf dem Gebiet der Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln attraktiv. Das Produktsortiment des Luitpold-Werks umfasste zu diesem Zeitpunkt Verdauungsenzyme, Schmerzmittel, Empfängnisverhütungsmittel und verschiedene Salben. 1997 wurde das Luitpold-Werk schließlich in Sankyo Pharma umbenannt.